Die Stadt Königstein im Taunus plant die Um- bzw. Neugestaltung der Konrad-Adenauer-Anlage. In der Innenstadt liegend, umfasst sie eine großzügige, in die Jahre gekommene Grünanlage mit Relikten eines ehemaligen Klosters, dem angegliederten Kapuzinerplatz und darin integrierten Parkplätze. Ziel der Stadt Königstein ist es einen urbanen, nachhaltigen, multicodierten Stadtraum zu entwickeln, der zukünftig der Gesundheitsvorsorge und als sozialer Begegnungsort dient und insgesamt die Klimaresilienz der Stadt erhöht.
Busse, fahrender und ruhender Verkehr werden verlagert und neu gebündelt. Unter der neu konzipierten Halterstelle Stadtmitte entsteht eine Tiefgarage, die durch die grüne Freiraumgestaltung fließend in die Gesamtanlage integriert wird. Zu einem attraktiven Ankunftsort entwickelt, bietet sie einen barrierefreien Übergang zu den angrenzenden Bereichen der Innenstadt.
Die angrenzende Georg-Pingler-Straße wird in die Gesamtgestaltung aufgenommen und zu einer grünen Parkpromenade mit Verdunstungsbeeten, die unterirdisch als vernetzte, kaskadierende Baumrigolen ausgebildet sind und durch die Verwendung von versickeroffenen Deckbelägen mit Albedo-Effekt zukunftsorientiert entwickelt.
Im Rahmen der Maßnahme wird besonderer Wert auf die Qualität und Quantität der Grünflächen gelegt. Ziel ist die Schaffung leistungsfähiger, klimaangepasster Freiräume mit hoher ökologischer und gestalterischer Wertigkeit. Stark beanspruchte Grünflächen werden als Rasen ausgebildet, während andere Grünflächen mit artenreichen, biodiversen, pflegeextensiven und klimaangepassten Pflanzungen gestaltet werden. Wo möglich, werden Bestandsbäume erhalten und geschützt
Im Zuge der klimaresilienten Umgestaltung der Konrad-Adenauer-Anlage wird ein integrales Brauchwasser- und Bewässerungskonzept umgesetzt. Kernstück der Ressourcenschonung ist die Entkoppelung vom Trinkwassernetz durch die Nutzung von Brauchwasser, dem aufbereiteten Spülwasser des Kurbades. Bauseits erfolgt hierzu die Herstellung der Zisternentechnik. Aus dieser Zwischenspeicherung erfolgt die Verteilung des Wassers über ein weitreichendes Leitungsnetz. Eine Vollautomatische, bedarfsorientierte Bewässerungssteuerung sichert die Bewässerung von ca. 4.600 m² Grünfläche. Zusätzlich wird neben der oberflächigen Bewässerung der Grünflächen das Brauchwasser automatisiert in die unterirdischen Sickerrigolen der Baumstandorte geleitet. Dies garantiert eine Tiefenbewässerung direkt an den Wurzeln und minimiert Verdunstungsverluste.
Durch die systematische Kreislaufführung des Kurbad-Wassers setzen wir ein klares Zeichen für nachhaltigen Ressourcenschutz und nutzen eine Ressource, die sonst ungenutzt in die Kanalisation fließen würde. Nur vitales Grün kann seine Klimafunktion leisten.
Förderzusage BBSR `Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel´ 2023
