Durch die Förderzusage des BBSR und aufbauend auf unserer Machbarkeitsstudie, erfolgt in Abstimmung mit denkmalpflegerischen und artenschutzrechtlichen Belangen, die Entwurfs-, Genehmigungs- und Ausführungsplanung zur Umnutzung des Alten Friedhofes in einen Stadtpark. Die Anlage wird dabei als historisches Ensemble in ihrer stadtbildprägenden Wertigkeit, aber auch als öffentlicher Park und Begegnungsstätte durch lokale Perforation und Transformation für alle zugänglich gemacht. Die Leitidee ist die Schaffung eines qualitativ hochwertigen, ortsnahen Erholungsraums, der für die Bevölkerung öffentlich zugänglich ist.
Die Umnutzung des Friedhofes zu einem Stadtpark steht unter vielen Zielsetzungen. Die von Anfang an hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit, berücksichtigen auch den Aspekt zukünftig geringer Lebenszykluskosten der Anlage und spiegelt sich in der Wahl der Materialität und Ausführung der Konstruktionen wider. Die Ausführung erfolgt in abschnittweiser Umsetzung.
Gleichzeitig entsteht eine neue, wichtige und direkte Wegeverbindung zwischen Kernstadt und dem höher gelegenen Wohngebiet Kalkofen. In die durchweg sehr steile Hangsituation wird, neben einem durchgängig barrierearmen Serpentinenweg, eine axiale Treppenkonstruktion in Leichtbauweise aus Stahl, als 'Schnellaufstieg' Kirchhalde/Panoramaweg, eingefügt. Eine Aussichtsplattform am Panoramaweg bündelt beide Erschließungssysteme und stellt signifikante Blickbeziehungen zur Altstadt her.
Durch das Freistellen der ursprünglichen Grundstruktur der ehemaligen Friedhofsanlage, durch die behutsame Sanierung bestehender Geländestützmauern aus Trockenmauern und sichern wichtiger Kleindenkmale, wird vorhandene Baukultur freigelegt und gesichert.
Die stadtklimatisch wichtigen Kaltluftströme werden im Steilhang von Bepflanzung mit Gehölzen freigehalten. Die vorhandene periphere Gehölzkulisse wird mit klimaangepassten Arten behutsam ergänzt. Innerhalb des alten Friedhofs setzten vor allem artenreiche Blühwiesen neben einzelnen extensiven Staudenmischpflanzungen Akzente. Der Altbaumbestand im Friedhof wird durch insektenfreundliche Blütengehölzen ergänzt, die zusätzlich ihren Beitrag zur Erhöhung der Biodiversität leisten.
Die Flächen des neuen Stadtparks werden teilweise durch den NABU gepflegt und von den Schulen Waldenbuchs, im Sinne eines `Grünen Klassenzimmers´genutzt und mit unserem Büro weiterentwickelt.
Ausführung 2025
Förderzusage BBSR `Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel´ 2020
