Die Wahrnehmung eines Stadt- oder Ortsbildes, wird von seinem Zentrum oder Altstadtkern und dem Bereich der Stadt- und Dorfränder, d.h. den Übergänge von Landschaft zur Siedlung im Wesentlichen bestimmt. Genau diese Bereiche unterliegen schon seit langem einem erheblichen Veränderungsdruck mit nachhaltigen Auswirkungen auf das innerörtliche Erscheinungsbild, auf die umgebende Landschaft und nehmen direkten Einfluss auf die Lebensqualität der Menschen. Es muss daher oberstes Ziel sein, die noch vorhandenen Qualitäten zu erhalten, wiederherzustellen und sie wertig weiterzuentwickeln. Mit berücksichtigt in allen Planungen werden dabei auch die Anforderungen einer klimaresienten Stadtentwicklung.
Aufbauend auf einem Städtebaulichen Rahmenplan des Büros `Citiplan´ aus Pfullingen, soll ein Gestaltungshandbuch entwickelt werden, das grundsätzliche Gestaltungsleitlinien für den Freiraum ergänzt und festlegt. Mit diesem Gestaltungshandbuch erhält Echterdingen ein grundsätzliches Gestaltungskonzept, das dabei helfen soll, das Zusammenspiel von historischen, heutigen und zukünftigen Strukturen und Aufgaben der `Historischen Mitte´ und die sensible Anpassung an veränderte Nutzungs- und Ausstattungsanforderungen im Kontext des Klimawandels zu entwickeln. So soll langfristig die spezifische Eigenart, der Charakter und der Charme Echterdingens erhalten bleiben, wieder sichtbar werden und `dörfliche Gemeinschafts- und Erholungorte geschaffen werden.
Zudem erhält die Stadtverwaltung und der Gemeinderat damit die Basis für die anstehenden Sanierungsmaßnahmen und ein Instrument für die Beurteilung zukünftiger städtebaulicher Entwicklungen, Bauvoranfragen und Bauanträge. Wird daraus ein Freiflächengestaltungsplan und eine Gestaltungssatzung für den gesamten Stadtraum Echterdingens entwickelt, lässt sich damit die zukünftige Inwertsetzung des gesamten Ortsbildes zukunftweisend verankern.
Bearbeitung 2020-2021
Gedruckte Broschüre 107 Seiten
Auftraggeber Große Kreisstadt Leinfelden-Echterdingen
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