Nach vierzig Jahren in Nutzung, sind die Freianlagen am Haupteingang der Gottlieb Daimelr Schule schadhaft, haben Ihre repräsentative Wirkung verloren, sind nicht mehr zeitgemäß und weisen funktionale Mängel auf.
Ziel der Planung ist, eine neue qualitativ hochwertige Eingangssituation mit höherem Grünanteil zur Adressbildung der Schule zu gestalten. Dabei steht eine barrierearme Umgestaltung der Erschließung und eine Neuordnung des Vorplatzes am Haupteingang, gemäß den Ansprüchen aller Verkehre, im Fokus. Unnötige Parkplätze sollen entfallen und Erschließungsflächen werden auf das nötigste minimiert.
Der Haupteingang soll optisch freigestellt und nach vorne zur Straße geholt werden. Das bestehende Kunstwerk „Maschinenplastik“ des Künstlers L. Ackermann wird aus seiner zu engen Lage am Gebäude nach vorne auf den Platz geholt. Hier wirkt es als Marke und Identitätsstifter der Schule in Richtung Neckarstraße.
Da der Eingriff möglichst schonend erfolgen soll, bleibt die bestehende Topografie des Bodenbelages weitgehend erhalten. Durch das Entfernen von Aufkantungen und den Einbau eines hochwertigen einheitlichen Deckbelags, welcher durch neue niveaugleiche Pflanzflächen gegliedert wird, entsteht ein großzügiger Vorplatz, der alle Wegebeziehungen zulässt. Ein einheitliches Gefälle und der Wechsel zwischen offenen, begrünten und befestigten Erschließungen ermöglichen, dass ein großer Teil des anfallenden Regenwasser oberflächlich in die Grünflächen geführt und dort versickern kann.
Durch Trocken- und hitzeverträgliche Blasenbäume, die durch ihre späte Blütezeit besonders insektenfreundlich sind, stehen in den neuen Grünflächen des Vorplatzes. Unterpflanzt sind sie mit einer extensive Mischpflanzung, die durch das Einbringen von Blumenzwiebeln bereits im Frühjahr einen optischen Akzentz setzten und insgesamt die Biodiversität des Schulvorfeldes deutlich erhöhen.
Größe: ca. 3000m²
Planung: 2020/21
Ausführung: 2022-2024
Bausumme: ca 700.000€
Auftraggeber: Landratsamt Böblingen Gebäudewirtschaft
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